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Die nachfolgenden Texte sind charakteristisch für die Gestaltung der Gesprächskonzerte von TRIALOGUE MUSICAL. Es sind sowohl solche Konzerte möglich, in denen immer zwischen zwei Werken Textanlagen platziert werden als auch solche in denen nur wenigen bekannten und ungewöhnlichen Werken einige interessante Erläuterungen vorausgehen.

TEXTBEISPIEL Nr. 1

Carl Maria Friedrich Ernst von Weber wurde in Norddeutschland geboren. Nur 40 Jahre später verstarb er in England. Wie fast alle große Musiker hat er sehr viele Reisen unternommen: Lübeck, Chemnitz, München, Augsburg, Stuttgart, Prag, Mannheim, Weimar, Berlin - dies sind nur einige Stationen seines bewegten Lebens.
Unter seinen Lehrern finden sich so bedeutende Musiker wie Michael Haydn, Bruder des großen Josef Haydn. Schon als Kind begann Weber zu komponieren. Im Alter von 14 Jahren komponierte er eine Oper, die sogar in Wien, Prag und Sankt Petersburg aufgeführt wurde.


Es ist bekannt, dass Beethoven seiner Kunst mit Hochachtung begegnet war. Nach einem Konzert nach seiner Meinung über Webers Musik gefragt, antwortete er: "Meisterhaft gewebt, wie immer".
Ausgerechnet in Darmstadt sind 1810 die sechs Sonaten für Klavier und Violine entstanden.
Kennzeichnend für diese Werke sind: große Originalität, Frische, Erfindungs- und Ideenreichtum, zündendes Temperament, tiefe Nachdenklichkeit und nicht zuletzt außergewöhnlicher Lakonismus.
Es ist erstaunlich, wie unbeachtet diese erstklassigen Werke geblieben sind.
Selbst unter Violinisten sind diese Stücke weitgehend unbekannt.

In der zweisätzigen Sonate Nr. 3, die Sie jetzt hören werden, ist der erste Satz mit "Air Russe" überschrieben. Hier hat Weber einige typische Elemente der russischen Volksmusik meisterhaft verarbeitet: fast der gesamte Satz ist in dreitaktige assymetrische Phrasenteile unterteilt, außerdem hört man Klangkonstellationen, die nur zu lebhaft an die Balalaika (russische Mandoline) erinnern.
Und nun wünschen wir Ihnen viel Freude beim Zuhören!

Dauer: ca. 2 min.



TEXTBEISPIEL NR. 2

Zeitlebens komponierte Beethoven Miniaturen für Klavier, die er "Bagatellen" - also Kleinigkeiten - nannte. Auch eins der berühmtesten Stücke der Musikgeschichte, nämlich "Für Elise" ist nichts anderes als eine Bagatelle. Diese Stücke sind nur von ihrer äußeren Form her klein, ihre Inhalte sind allerdings wirklich groß. Die Gefühlspalette reicht von himmlischer Ruhe, tiefster Trauer über philosophische Nachdenklichkeit bis hin zu Wutausbrüchen, euphorischer Freude und Glückseligkeit. Der pianistische Aufwand einiger Bagatellen ist so erheblich, dass man sie ohne geringste Übertreibung beim Schwierigkeitsgrad der gefürchteten Etüden von Chopin oder Liszt ansiedeln kann.
Nun möchte ich mein Bestes für Sie versuchen. Viel Spass beim Zuhören!

Dauer: ca. 40 sek.

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Letzte Aktualisierung am 21.09.2011 Impressum